Heimatverein
Thonhausen – Schönhaide – Wettelswalde Kneipentour 2024 in Thonhausen Beitrag im Amtsblatt 7. November 2024 An einem regnerischen Herbsttag, am 3. Oktober 2024, er- folgte der Start zur 2. Kneipentour Wanderung, um an ehe- malige Gastwirtschaften, der Brauerei und dem Geburtsort von Anton Göring zu erinnern. Der Heimatverein war erfreut über die große Anzahl an Teil- nehmern aus Nah und Fern. Die Tour begann in Schönhaide am Geburtshaus von Anton Göring. Der Vereinsvorsitzende H. Voigt im historischen Gewand informierte über den Or- nithologen, Zoologe, Präparator, Chronist Anton Göring. Er entdeckte 22 Vogelarten, zwei wurden nach ihm benannt. Erforschung von Südamerika, dokumentiert im Werk „Vom tropischen Tiefland zum ewigen Schnee“. An Schulen unter- richtete man nach seinen Lehrmaterialien, auch die Thon- hausener Schule erhielt 1892 Karten von Anton Göring. Weiter ging es zum Platz, wo das ehemalige Gasthaus „Zur schöne Hayde“ war. Um 1690 errichtet Hof- und Justiz- rat Georg Dietrich Pflugk von Posterstein einen Gasthof. Letztes großes Fest war das Vogelschießen 1939 – durch das Verbot des Schützenvereins schlossen die Türen für immer. Alle Gebäude wurden abgerissen; jetzt steht ein Eigenheim auf den Gasthofgelände. Die Wanderung ging weiter zur Bock`sche Gastwirtschaft, im Volksmund die „Schusskelle“ genannt. Die Gaststätte eröffnete am 3. November 1869 und hatte bis die 1970iger Jahre geöffnet. Es wurde auch erklärt, wie es zu den Na- men Schusskelle kam. Von Schönhaide ging es weiter zum Gasthaus nach Wet- telswalde. Am „Gasthof Wettelswalde“ angekommen er- wartete uns eine Überraschung. Frau Diesner hatte für unsere Wanderung noch einmal die Türen geöffnet. Wir konnten die Gaststätte anschauen, die noch original ein- gerichtet ist. Herzlichen Dank an Frau Diesner von allen Teilnehmern für diese unvergessliche Erinnerung an ver- gangene Zeiten in der Gaststätte. Vereinsmitglied B. Pröhl informierte zum Gasthaus und Brauerei in Wettelswalde. Im Jahre 1863 ließ die Braugemeinde das Schankhaus er- richten. 1873 kaufte Gottfried Fritsche das Schankhaus, 1875 baute er ein Saalgebäude an. Bis zum 31. Dezember 2012 hatte die Gaststätte geöffnet und befindet sich seit über 150 Jahren in Familienbesitz. Vom Gasthaus ging es zur ehemaligen Brauerei, an deren Standort steht jetzt ein Wohnhaus. Der ehemalige Eiskeller wurde vor einigen Jahren abgerissen. Die Wanderung führte den Weg hinter der Schule und dem Kindergarten entlang zum Bürgerhaus, zur ehemaligen Gaststätte „Zum Felsenkeller“, wo Vereinsvorsitzender H. Voigt die Wanderung beendete. Über den Platz zog ein Duft von Mutzbraten und die Freude darauf war nach der Wanderung groß. Es waren Zelte aufgebaut. Viele nutzten noch die Gelegenheit, auch bei regnerischem Wetter, bei böhmischem Bier und Mutzbraten gemeinsame Zeit zu ver- bringen, es gab auch Kaffee und Kuchen. Vielen Einwohnern hat dieser Tag sehr gut gefallen und di- ese Freude wurde zum Ausdruck gebracht. Dieser schöne Tag konnte nur durch die Mitarbeit der vie- len Helfer, vor allen Sven Kämpfe und Team gestaltet wer- den. Herzlichen Dank an alle, auch an die Ungenannten. Der Heimatverein |